Bild: Jens Schulze

Für Demokratie und Vielfalt

28. Mai 2026

Gemeinsame Stellungnahme der Verantwortlichen im evangelischen Schulwesen

Das evangelische Schulwesen basiert auf Art. 7 Abs. 4 GG und steht aufgrund der historischen Erfahrungen mit beiden deutschen Diktaturen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Vielfalt. An über 1.000 Schulen lernen Schüler*innen unterschiedlicher Herkunft inklusiv und mit verschiedenen Bedürfnissen in allgemeinbildenden Schulen aller Schulformen sowie in beruflichen Schulen. Grundlage unseres Handelns ist der christliche Glaube: Jeder Mensch ist Geschöpf Gottes, Ebenbild Gottes und unabhängig von Leistung, Überzeugung oder Lebensgeschichte mit unverlierbarer Würde ausgestattet. Evangelische Schulen leben Selbstwirksamkeit und Partizipation. Sie ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, Verantwortung für das eigene Lernen und das eigene Leben zu übernehmen und Gesellschaft aktiv auf Basis des christlichen Glaubens zu gestalten.
Als Träger, Mitarbeitende und Partner*innen des evangelischen Schulwesens tragen wir gemeinsam dazu bei, evangelische Schulen als Orte von Demokratie, Vielfalt und gelebtem Glauben zu stärken und sichtbar zu machen. Deshalb positionieren wir uns gegen alle Formen von Ausgrenzung und Abwertung, wie Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Extremismus und Verfassungsfeindlichkeit. Im Schulalltag sind Demokratie und Vielfalt sichtbar
und erlebbar. Wir treten für ein achtsames Miteinander und einen respektvollen Umgang ein. Unsere freiheitlich-liberale Demokratie lebt von Auseinandersetzung und einem kritischen, sachlichen Diskurs. Dazu gehört respektvolles Zuhören, ein auf gegenseitiger Achtung basierender Umgang mit Menschen, die anders denken und leben, ebenso wie die Achtung demokratischer Standards und grundlegender Werte. Die Zuwendung Jesu an alle Mitglieder der Gesellschaft
sowie das Gebot der Nächstenliebe verstehen wir als Grundlage des Miteinanders.

Evangelisches Schulwerk